Schlaglöcher und Straßenschäden durch Frost im Winter

Der harte Winter in Deutschland macht die Asphaltstraßen kaputt. Durch den Wechsel von Frost und Nässe kommt immer wieder Wasser in kleinste Hohlräume im Asphalt und führt bei Frost zur Sprengung. Dies geschieht natürlich nicht von heute auf morgen. Wenn sich dieser Prozess nur oft genug wiederholt und Autos über den gelösten Asphalt fahren, kommt es zu den bekannten und von Autofahrern gehassten Schlaglöschern.
Auch im Saarland ist es dieses Jahr besonders schlimm erklärt Hans-Werner Sommer vom Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) in einem Bericht bei sol.de. Schon jetzt seien die Straßen in einem desaströsen Zustand und es ist noch kein Ende in Sicht. Da kommen auf das Land enorme Kosten zu. Problematisch ist auch, dass sich die Landesbetriebe für Straßenbau nur um die die Autobahnen, Bundes- und Landstraßen kümmeren, alle weiteren Straßen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Städte und Gemeinden. Wie es um deren Haushalt bestellt ist, ist bekannt. Die Kostenbelastung wird wohl zur echten Härteprobe werden.
Dabei sind Gem. § 9 Abs 1 Satz2 StrG die Träger der Straßenbaulast verplichtet nach ihrer Leistungsfähigkeit die Straßen in einem dem regelmäßigen Verkehrsbedürfnis genügenden und den allgemein anerkannten Regeln des Straßenbaues entsprechenden Zustand zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder sonst zu verbessern. Der zuständige Träger muss also die Straßen in einem den Verkehrsbedürfnissen entsprechenden Zustand unterhalten. Der Träger kann sogar verklagt werden, wenn er dieser Verkehrssicherungspflicht nicht nachkommt. So hat das Oberlandesgericht Saarbrücken (OLG) mit Urteil vom 3.11.2009, 4 U 185/09 – 50 über eine Schmerzensgeldforderung entschieden. Die Klägerin geriet mit ihrem Fahrrad in ein Schlagloch und stürzte.
Passend zur Jahreszeit und zum Thema fand am 05.Februar die XV. Deutschen Asphalttage in Berchtesgaden statt. Peter Ramsauer, der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hielt dort eine Festrede. Er sagte, die deutsche Asphaltindustrie habe Zukunft. Sie stelle sich den Herausforderungen, die durch ein hohes Verkehrsaufkommen und den gewachsenen Anspruch an den Straßenbelag gestiegen seien. So bleibt dem Bürger wenigstens die Hoffnung auf den „perfekten Asphalt“, dem auch kein Frost etwas anhaben kann. Die Stoßdämpfer und unser Geldbeutel würden sich freuen.

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